Neues von der NPD (2)

Jahreshauptversammlung NPD-Oldenburg

 

Die nebulös angekündigte Jahreshauptversammlung des NPD-Unterbezirks Oldenburg hat inzwischen offenbar stattgefunden. So verkündet die Partei, gegen die aktuell ein Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht läuft, das langjährige Mitglied Wilhelm Sudmann habe Eckhard Aden als Vorsitzenden abgelöst. Stellvertreter wurde Bernd Neumann. Der Landesvorsitzende und Mitglied des Oldenburger Stadtrats Ulrich Eigenfeld werde künftig als Schatzmeister tätig sein.

Wie bereits im Vorfeld abzusehen, zeigen diese Personalentscheidungen einmal mehr, in welch desolatem Zustand sich die Partei befindet. So muss wiedermal auf die immer gleiche Altherren-Garde zurückgegriffen werden, da das Angebot der Rechtsextremen offensichtlich nicht überzeugend genug ist, um Nachwuchs langfristig zu binden. Ob sich die NPD bei den anstehenden Wahlen in dieser Besetzung gegen die neue Konkurrenz im rechten Spektrum behaupten können wird, bleibt abzuwarten.

 

Kundgebung in Osterholz-Scharmbeck

 

Ähnlich desaströs verlief auch der jüngste Versuch einer Kundgebung der NPD in Osterholz-Scharmbeck am 07. Mai. Nachdem kurzfristig noch der Ort der Veranstaltung vom Markplatz auf den Parkplatz der Stadthalle verlegt werden musste, fanden sich zur groß angekündigten Aktion zur Beendigung der "Asylflut" lediglich etwa 10 Anhänger ein. (Bilder von Recherche Nord) Mit Ulrich Eigenfeld, Manfred Dammann und Ingo Helge, waren dabei direkt mehrere Mitglieder diverser Parteivorstände anwesend. Entsprechend drängt sich mittlerweile der Eindruck auf, die örtliche NPD besteht dieser Tage aus wenig mehr als ihrem Vorstand.

Bezeichnenderweise postete die NPD anschließend auf ihrer Facebook-Seite auch nur ein Foto der Gegendemonstration, welche von den Kameraden zwar als "klein" bezeichnet wurde, aber klar erkennbar mehrfach so viele Menschen anzog, wie die Veranstaltung der Rechtsextremen.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0