Neue Statistiken zur politisch motivierten Kriminalität vorgestellt

Die jüngst vom Bundesinnenminister vorgestellten Zahlen zur sogenannten politisch motivierten Kriminalität geben Anlass zur Besorgnis. Insgesamt seien die so kategorisierten Taten um 19,2% auf 38.981 gestiegen, der Anteil der Gewaltdelikte gar um 30% auf etwa 4400. Die Polizei verortete 22.960 Fälle (+34,9%) im rechten und 9.605 Fälle (+18,3%) im linken Spektrum.

Gab es beispielsweise im Jahr 2014 noch 199 gezählte Übergriffe auf Flüchtlingsheime- oder Unterkünfte, waren es im Folgejahr bereits mit 1031 Fällen um ein Vielfaches mehr.

 

Zusätzlich ist damit zu rechnen, dass die tatsächliche Anzahl der Straftaten um ein vielfaches höher liegt als die Statistiken aufweisen. Viele Taten werden entweder nie zur Anzeigt gebracht, so dass die tatsächliche Anzahl nach Einschätzung der Gewerkschaft der Polizei bis zu zehnmal höher sein könnte.

 

Außerdem wird der politische Hintergrund vieler Straftaten, insbesondere aus dem rechtsextremistischen Bereich, von den Beamten aus unterschiedlichen Gründen oft nicht erkannt oder bei der Bearbeitung der Anzeige angegeben. Dies sollte bei der Betrachtung der Zahlen ebenfalls beachtet werden.

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