"Aktionsgruppe Weser/Ems" zusammen mit (Ex-) PEGIDA, Neonazi-Terroristen und Hooligangs in Dortmund

Hillers und Wagenlöhner in Dortmund (Bildquelle: Recherche Nord)
Hillers und Wagenlöhner in Dortmund (Bildquelle: Recherche Nord)

Bereits vor einigen Tagen, am 08. Oktober, fand sich in Dortmund (schon wieder) auf Einladung der Hooligan-Truppe Gemeinsam Stark das Who is Who der deutschen und europäischen Neonaziszene zusammen um ausgerechnet unter dem Motto "Schicht im Schacht - Gemeinsam gegen den Terror" eine Kundgebung durchzuführen.

Der Organisatorenkreis um den Bremer Hooligan Marcel "Captain Flubber" Kuschela gelang es dabei, Unterstützer aus dem gesamten rechten Spektrum anzuziehen. Der Titel der Veranstaltung erschien Szenekennern dabei besonders bemerkenswert, da mit der Band Oidoxie ausgerechnet eine Truppe angekündigt war, die dem rechtsextremen Szenenetzwerk Blood & Honour und dessen terroristischen Ableger Combat 18 zugerechnet wird. Beide Organisationen sind in Deutschland verboten. Bei der Gelegenheit war folgerichtig der Gründer von Combat 18, der britische Neonazi William "the Beast" Browning, angereist, ebenso wie Szeneaktivisten aus den Niederlanden und Italien.

Mit Siegfried "SS Siggi" Borchhardt , einem ehemaligen Dortmunder Stadtrat der Partei Die Rechte, war zudem auch lokale Szeneprominenz vor Ort.

Als weitere "Stargäste" traten sowohl Tatjana Festerling, als auch Edwin Wagensveld mit Redebeiträgen auf. Erstere wurde als Mitbegründerin der Alternative für Deutschland und ehemalige Führungsperson der rechtspopulistischen PEGIDA-Bewegung bekannt. Seit dem quasi-Rausschmiss aus der AfD und dem Führungsstreit innerhalb des PEGIDA-Organisationskomitees ist sie zuletzt hauptsächlich dadurch aufgefallen, dass sie mit selbsternannten bulgarischen Paramilitärs im Grenzgebiet zur Türkei Jagd auf Flüchtlinge machte. Letzterer war unter dem Namen "Ed der Holländer" ebenfalls bei PEGIDA aktiv und wurde noch vor Kurzem zusammen mit Festerling im Tarnanzug im bulgarischen Hinterland angetroffen.

 

Als wenn dies nicht alles schon schlimm genug wäre, waren mit Aktivisten der sogenannten Aktionsgruppe Weser/Ems auch Neonazis aus Nordwestdeutschland zur Veranstaltung angreist. Die Kameradschaft, die schon im Vorfeld für die Kundgebung in Dortmund die Werbetrommel gerührt hatte entsendete mit dem Vorsitzenden des NPD Unterbezirkes Ostfriesland-Friesland Jens Wagenlöhner (u.a. verantwortlich für Flugblattaktionen in Oldenburg und umzu) und Jens Malte Hillers mindestens zwei Aktivposten der lokalen Szene.

 

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