Aufregung um Nordwest-Derby in Oldenburg

Beim wohl für längere Zeit letzten Nordwest-Derby zwischen dem VfB Oldenburg und dem SV Meppen ist es am 23. April zu verschiedenen Vorfällen rund um das Marschwegstadion gekommen.

So berichten Fans des VfB im Fanforum, dass obwohl "Stammzuschauer" durch den Sicherheitsdienst genauestens durchsucht wurden, eine ganze Gruppe unkontrolliert eingelassen wurde, die dem "rechten und gewaltaffinen" Spektrum zuzuordnen war. Diese Gruppe sei unter anderem an Kleidungsstücken der Marken "Thor Steinar" und "Ansgar Aryan" zu erkennen gewesen, welche durch die Stadion- und Hausordnung des Vereins verboten sind. Zudem wurden unter den Heimfans Mitglieder der offiziell aufgelösten Bremer Hooligan-Gruppe "Standarte" gesichtet, ebenfalls in entsprechender Kleidung.

Durch den Einlass wurde es dieser Gruppe ermöglicht, innerhalb des Stadions eine Drohatmosphäre gegenüber den antifaschistisch engagierten Fans des VfB Oldenburg aufzubauen.

Der Einlass, der im Bericht des VfB als "Gefährdergruppe" bezeichneten Ansammlung, wird dort als Entscheidung zur Vermeidung weiterer Eskalation bezeichnet. In einer Stellungnahme Oldenburger Fans wird hingegen zurecht darauf hingewiesen, dass der Einlass von Personen, die bereits in rechten und gewaltorientierten Kontexten aufgefallen sind, das Gegenteil einer sinnvollen Deeskalationsstrategie darstellt. Viel mehr handelt es sich um eine Kapitulation gegenüber einer sich als bedrohlich verhaltenden Gruppe und um ein "Zunichtemachen jahrelanger antirassistischer Arbeit".

 

Als Reaktion auf den "verloren gegangenen intensiven Austausch" (zit. Vereinswebsite) wird es von Seiten der Vereinsführung am 29. Mai die Möglichkeit einer Aussprache mit den Fans geben.

 

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