Neues von der NPD (9)

Nach der für die Partei katastrophal verlaufenen Landtagswahl 2017 war es zuletzt ruhig geworden um die NPD in Niedersachsen. Der drohende Entzug der Parteienfinanzierung aus Steuergeldern, die höchstrichterlich bescheinigte Aussichtslosigkeit des politischen Projektes und die Abwanderung der Wähler in Richtung der rechtspopulistischen Konkurrenz haben dem verbliebenen Rest der Partei zugesetzt.

Jedoch zeigt sich aktuell wieder Bewegung bei den Nationaldemokraten. Für den 17. Februar hat der Landesverband eine Musik - und Redeveranstaltung für den Raum Bremen angekündigt. Der konkrete Ort wird bis dato noch geheim gehalten. Die Veranstaltung trägt den auf den ersten Blick bemerkenswert reflektierten Titel "Krise - eingebildet oder real?". Die Liste der angekündigten Teilnehmer hält einiges an Szeneprominenz bereit:

 

Ingo Stawitz: Der Landeschef der NPD Schleswig Holstein hat eine lange Karriere in diversen rechtsextremistischen Zusammenhängen vorzuweisen. Bereits 1992 zog er für die Deutsche Volksunion (DVU) in den Kieler Landtag ein. Doch selbst für DVU-Verhältnisse äußerte er sich wiederholt zu extremistisch und kam einem Parteiausschluss nur durch einen Austritt zuvor. Anschließend trat Stawitz erfolglos für die "Deutsche Liga für Volk und Heimat" (DLVH) an, bevor er zur NPD wechselte.

Der Berliner Zeitung berichtete 2005 folgendes über den damaligen Landtags-Kandidaten:„Die Leichenberge in den Konzentrations- und Vernichtungslagern tauchen in Stawitz' Geschichtsdeutung nicht auf. "Ich kenne Leichenberge nur aus Dresden", sagt er kühl und behauptet, dass diese "in den alliierten Filmen nach Kriegsende als die von Auschwitz präsentiert" worden seien.Und Auschwitz, der Holocaust an den Juden, der Völkermord an den Roma und Sinti? Plötzlich versiegt der Redeschwall. Etwas fahrig greift Stawitz an seine Brille, rückt sie zurecht. "Die Frage werde ich so lange nicht beantworten, so lange eine Antwort unter Strafe steht und wir nicht in einem freien Land leben, wo Wissenschaftler und Historiker frei forschen können", sagt er schließlich.“

Friedrich Bode: Der ehemalige Pastor aus Jeddingen bei Rotenburg erlangte in den 70er Jahren bundesweite Bekanntheit indem er im Talar an Demonstrationen gegen das Kernkraftwerk Unterelbe teilnahm. In den 90ern schaffte er es nochmals in den Spiegel, da der Pastor im Ruhestand sich durch das Glockengeläut nahe seiner Wohnung gestört fühlte. Seine anderweitigen Ansichten sind jedoch weniger kurios, sondern rechtsoffen. So erklärte er seinen Besuch des verurteilten Rechtsextremisten Horst Mahler gegenüber der Kreiszeitung folgendermaßen: "Es ist Pastoren-Pflicht, Gefangene zu besuchen. Zur Person Mahlers: Er gehört in die Kategorie politischer Gefangener. Erst kämpfte er als Robin Hood gegen die Raubbanker. Deren globale und die Völker der Welt ausplündernde Vernetzung legte ihm nahe, sich für die nationale Sache einzusetzen. Das genügte ihm nicht." Auf die Frage, was er zu den Vorwürfen zu sagen habe, er verbreite deutschnationales Gedankengut, entgegnete er: "Was heißt deutschnationales Gedankengut? Ist es das von Schiller, Goethe, Luther, Meister Eckhart, Schriftstellern, Philosophen, Universalgenies, Musikern? Wir sind als Kulturnation verpflichtet, dies in Ehren zu halten und weiter zu entwickeln zum Wohle der Völker dieser Welt. Solange wir keinen Friedensvertrag haben und uns die Medienhoheit versagt wird, sind wir ein besetztes Land."
Es ist zu erahnen, welchen Einschlag der Redebeitrag Bodes, dem zudem immer wieder Antisemitismus im Zusammenhang zu seinen Äußerungen zum Staat Israel vorgeworfen wird, nehmen wird.

Thorsten Heise: Der Landesvorsitzende der NPD-Thüringen kann ebenfalls auf eine lange rechtsextremistische Laufbahn zurückblicken. Von der mittlerweile verbotenen Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei  (FAP) führte es ihn durch verschiedene kameradschaftliche Zusammenhänge in die NPD. Sein Vorstrafenregister enthält u.a. Schwere Körperverletzung (versuchtes Überfahren eines Flüchtlings im Jahr 1989), Landfriedensbruch, Nötigung und Volksverhetzung. Heise wird außerdem vom Bundeskriminalamt dem Kontaktkreis der Terrorgruppe des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) zugerechnet.

Lunikoff: Unter diesem Pseudonym verbirgt sich Michael Regener, der ehemalige Kopf der als kriminellen Vereinigung verbotenen Rechtsrockband Landser. Regener tritt auch unter dem Namen Lunikoff-Verschwörung mit Begleitmusikern auf. NPD-Veranstaltungen fungieren oft als Aufhänger für Regeners musikalische Darbietungen.

 

Die illustre Runde dürfte den einen oder anderen Kameraden aus dem norddeutschen Raum zu der konspirativ geplanten Veranstaltung ziehen. Ein Blick in die Kurzbiographien der angekündigten Gäste lässt erahnen, dass die hinlänglich bekannten Muster von Fremdenhass im Zentrum der Veranstaltung stehen werden.

 

nDie Leichenberge in den Konzentrations- und Vernichtungslagern tauchen in Stawitz' Geschichtsdeutung nicht auf. "Ich kenne Leichenberge nur aus Dresden", sagt er kühl und behauptet, dass diese "in den alliierten Filmen nach Kriegsende als die von Auschwitz präsentiert" worden seien. Will er damit bestreiten, dass es in den Lagern Millionen von Tote gegeben hat? "Nein, selbstverständlich gab es viele Tote", sagt Stawitz. Sehr viele seien an Fleckfieber und Cholera gestorben. Und die fabrikmäßige Vernichtung von Menschen? "Die gab es tatsächlich - durch alliierte Bomber", antwortet er. Und Auschwitz, der Holocaust an den Juden, der Völkermord an den Roma und Sinti? Plötzlich versiegt der Redeschwall. Etwas fahrig greift Stawitz an seine Brille, rückt sie zurecht. "Die Frage werde ich so lange nicht beantworten, so lange eine Antwort unter Strafe steht und wir nicht in einem freien Land leben, wo Wissenschaftler und Historiker frei forschen können", sagt er schließlich – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/15475112 ©2018
Die Leichenberge in den Konzentrations- und Vernichtungslagern tauchen in Stawitz' Geschichtsdeutung nicht auf. "Ich kenne Leichenberge nur aus Dresden", sagt er kühl und behauptet, dass diese "in den alliierten Filmen nach Kriegsende als die von Auschwitz präsentiert" worden seien. Will er damit bestreiten, dass es in den Lagern Millionen von Tote gegeben hat? "Nein, selbstverständlich gab es viele Tote", sagt Stawitz. Sehr viele seien an Fleckfieber und Cholera gestorben. Und die fabrikmäßige Vernichtung von Menschen? "Die gab es tatsächlich - durch alliierte Bomber", antwortet er. Und Auschwitz, der Holocaust an den Juden, der Völkermord an den Roma und Sinti? Plötzlich versiegt der Redeschwall. Etwas fahrig greift Stawitz an seine Brille, rückt sie zurecht. "Die Frage werde ich so lange nicht beantworten, so lange eine Antwort unter Strafe steht und wir nicht in einem freien Land leben, wo Wissenschaftler und Historiker frei forschen können", sagt er schließlich – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/15475112 ©2018
Die Leichenberge in den Konzentrations- und Vernichtungslagern tauchen in Stawitz' Geschichtsdeutung nicht auf. "Ich kenne Leichenberge nur aus Dresden", sagt er kühl und behauptet, dass diese "in den alliierten Filmen nach Kriegsende als die von Auschwitz präsentiert" worden seien. Will er damit bestreiten, dass es in den Lagern Millionen von Tote gegeben hat? "Nein, selbstverständlich gab es viele Tote", sagt Stawitz. Sehr viele seien an Fleckfieber und Cholera gestorben. Und die fabrikmäßige Vernichtung von Menschen? "Die gab es tatsächlich - durch alliierte Bomber", antwortet er. Und Auschwitz, der Holocaust an den Juden, der Völkermord an den Roma und Sinti? Plötzlich versiegt der Redeschwall. Etwas fahrig greift Stawitz an seine Brille, rückt sie zurecht. "Die Frage werde ich so lange nicht beantworten, so lange eine Antwort unter Strafe steht und wir nicht in einem freien Land leben, wo Wissenschaftler und Historiker frei forschen können", sagt er schließlich. – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/15475112 ©2018
Die Leichenberge in den Konzentrations- und Vernichtungslagern tauchen in Stawitz' Geschichtsdeutung nicht auf. "Ich kenne Leichenberge nur aus Dresden", sagt er kühl und behauptet, dass diese "in den alliierten Filmen nach Kriegsende als die von Auschwitz präsentiert" worden seien. Will er damit bestreiten, dass es in den Lagern Millionen von Tote gegeben hat? "Nein, selbstverständlich gab es viele Tote", sagt Stawitz. Sehr viele seien an Fleckfieber und Cholera gestorben. Und die fabrikmäßige Vernichtung von Menschen? "Die gab es tatsächlich - durch alliierte Bomber", antwortet er. Und Auschwitz, der Holocaust an den Juden, der Völkermord an den Roma und Sinti? Plötzlich versiegt der Redeschwall. Etwas fahrig greift Stawitz an seine Brille, rückt sie zurecht. "Die Frage werde ich so lange nicht beantworten, so lange eine Antwort unter Strafe steht und wir nicht in einem freien Land leben, wo Wissenschaftler und Historiker frei forschen können", sagt er schließlich – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/15475112 ©2018