Lokale Beteiligung an Solidaritätsdemo für Holocaust-Leugnerin Haverbeck

Barnstedt und Wagenlöhner in Bielefeld  (Quelle: Recherche Nord)
Barnstedt und Wagenlöhner in Bielefeld (Quelle: Recherche Nord)

Am 10. Mai fand vor der JVA Bielefeld eine Solidaritätskundgebung der Neonaziszene für die verurteilte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck mit etwa 350 Teilnehmer*innen statt. Die 89-jährige Haverbeck wurde jüngst wegen wiederholter Volksverhetzung in acht Fällen zu zwei Jahren Haft verurteilt. Sie hatte in der Vergangenheit u.a. immer wieder behauptet, Auschwitz sei kein Vernichtungs- sondern ein Arbeitslager gewesen und der Holocaust habe nicht stattgefunden. Einen kleinen Einblick in die Gedankenwelt Haverbecks gibt es z.B. hier.

 

Zur Unterstützung der Kundgebung fand sich allerlei  Szeneprominenz aus dem In- und Ausland ein. So wurde beispielsweise der ehemalige Vorsitzende der Hamburger NPD, Thomas "Steiner" Wulff mit einem T-Shirt mit der Aufschrit "Auschwitz - Ich habe da mal eine Frage" vorstellig. Auch zahlreiche Funktionäre aus dem Umfeld der Kleinpartei "Die Rechte", aus verschiedenen Freien Kameradschaften und weitere Personen aus dem heterogenen Kreis von Holocaustleugner*innen reisten an, um u.a. "Freiheit für Ursula Haverbeck" und "echte Meinungsfreiheit" einzufordern.

 

Auch Personen aus hiesigen Szenezusammenhängen traten als Unterstützer*innen für Haverbeck auf. Der Vorsitzende des NPD Unterbezirkes Ostfriesland/Friesland Jens Wagenlöhner, marschierte ebenso vor die JVA, wie die in Oldenburg durch das "Berliner Zimmer" bekannte Schauspielerin und Holocaust-Leugnerin Imke Barnstedt. Die tiefe Verstrickung von Barnstedt in verschiedene Szenezusammenhänge ist schon seit längerer Zeit bekannt und wird u.a. bereits in diesem Artikel der NWZ aus dem Jahre 2014 dargestellt. 

 

Aufnahmen von der Veranstaltung gibt es hier.